14.02.2020

TIPPS AUS DER TOOLBOX: LÖTEN!

Was Sie beim Löten von Federkontaktstiften und Steckhülsen beachten sollten.


Die meistverwendete uns sicherste Anschlussart an Federkontaktstifte ist das Weichlöten. Wo sich dabei Stolpersteine befinden und auf was Sie achten sollten, fassen wir Ihnen hier in unseren "Tipps aus der Toolbox: LÖTEN" zusammen.

Zwei wichtige Grundsätze:

Aus Sicht des Federkontaktes gilt es vor allem zwei Dinge zu beachten:
1.    Möglichst wenig Wärmeenergie auf den Federkontaktstift übertragen
2.    Eine zuverlässige Verbindung zwischen Lot und Federkontaktstift bzw. Steckhülse herstellen

Faktor Temperatur

Die meisten Problematiken treten zusammen mit der Temperatur während des Lötvorganges direkt am Federkontaktstift auf. Ein Blick in dessen Innenleben zeigt schnell warum: Die Feder ist das empfindlichste Bauteil! Zu hohe Temperaturen durch Strombelastung oder Löten beeinträchtigen sie.
Die Folge ist eine Veränderung der Materialeigenschaften der Feder: Ihre Elastizität geht verloren; sie setzt sich oder bricht, wenn sie später im Einsatz belastet wird.

Besonders beim Handlöten sollten Sie extra vorsichtig sein! Denn hier ist das Temperatur-Management sprichwörtlich in der Hand des Ausführenden!

In Fällen, in denen hohe Temperaturen nicht zu vermeiden sind, kann auf temperaturstabilere Feder-Werkstoffe zurückgegriffen werden. Kundenspezifische Hochtemperatur-Varianten von Batteriekontakten realisieren wir immer wieder für unsere Kunden. Sprechen Sie uns dazu doch direkt an!

Werden, wie bei Federkontaktstiften in Testadaptern üblich, Steckhülsen eingesetzt, ist der Lötvorgang unkritischer, da die Steckhülse deutlich unempfindlicher gegen Temperatureinflüsse ist.
Dennoch: Bitte den Federkontaktstift erst nach dem Löten in die Steckhülse einsetzen!

Lötverbindung

Nur in sehr seltenen Fällen treten hier in der Praxis Probleme auf, da die verwendeten Materialien und Oberflächenveredelungen erprobt und standardisiert sind.

Grundsätzlich gilt, dass die Oberflächen sauber gehalten werden sollten. Verunreinigungen wie Hautfette, Reinigungsmittel oder abgesetzte Dämpfe aus Transport, Lagerung oder Produktionsumgebung können die Lotanhaftung verschlechtern.

Keine Panik

Lassen Sie sich aber bitte nicht von den "Problemen" hier verängstigen! In der Regel funktioniert das einwandfrei - und wenn nicht, sind wir gerne mit Rat und Tat für Sie da.